V-8 Dringlichkeitsantrag! Bundesregierung muss Kontingent für die Aufnahme von Flüchtlingen einrichten – Griechenland entlasten!

Das Fehlen einer europäischen Lösung in der Flüchtlingsfrage, die Unwilligkeit vieler europäischer Länder, ihre nationalen Egoismen zu überwinden, schiebt diese Frage insbesondere nach Griechenland ab. Laut aktuellen Berichten von internationalen Organisationen fehlt es dort jedoch an angemessenen Strukturen und Einrichtungen, die schutzsuchenden Menschen ein Verfahren gemäß Genfer Flüchtlingskonvention garantieren und ihnen eine menschenwürdige
Versorgung und Unterbringung gewährleisten. Solange es noch keine gesamteuropäische Lösung gibt und noch nicht einmal die vom Rat im September 2015 beschlossenen Maßnahmen zur Umverteilung von 160.000 Geflüchteten innerhalb der EU umgesetzt sind, fordern wir die Bundesregierung auf, umgehend ein Aufnahmekontingent für Flüchtlinge aus Griechenland einzurichten. In diesem sollen besonders Schutzbedürftige, wie z.B. Kinder und allein reisende Frauen, bevorzugt aufgenommen werden.

Begründung: Laut aktuellen Meldungen ist die Zahl der Flüchtlinge in Deutschland massiv zurückgegangen. Bundesweit wurden im März 2016 nur noch rund 20.000 neue Flüchtlinge registriert. Im Februar waren es noch 61.428 gewesen, im Januar 91.671. Hatten wir in NRW Ende des letzten Jahres noch wöchentliche Aufnahmen von bis zu 16.000 Geflüchteten, sind es derzeit noch ca. 1000 pro Woche. Diese Entwicklung ist allerdings nicht darauf zurückzuführen, dass etwa Fluchtursachen bekämpft worden seien. Vielmehr ist dieser Umstand der Schließung der sogenannten Balkanroute geschuldet. Die Verweigerung vieler europäischer Länder, ihre nationalen Egoismen zu überwinden und eine europäische Lösung in der Flüchtlingsfrage anzugehen, geht insbesondere zu Lasten von Griechenland. Gleichzeitig wird Europäisches Recht, der Anspruch auf ein faires Verfahren gemäß der Genfer Flüchtlingskonvention, gebrochen. Laut UNHCR befinden sich in Griechenland rund 51.000 geflüchtete Menschen und Migrant*innen im Land, ca. 5000 davon auf den ägäischen Inseln und 46.000 auf dem Festland. Allein am 29. März erreichten die Ankünfte einen Tageshöchststand von 766 Personen, nachdem an mehreren Tagen zuvor jeweils durchschnittlich 300 Menschen Griechenland erreicht haben. Noch immer fehlt es in Griechenland an angemessenen Strukturen und Einrichtungen, die schutzsuchenden Menschen ein Verfahren gemäß der Genfer Flüchtlingskonvention garantieren und ihnen eine menschenwürdige Versorgung und Unterbringung gewährleisten. Deshalb ist die Bundesregierung dringend aufgefordert, aktiv zu werden und umgehend ein Kontingent für Flüchtlinge aus Griechenland einzurichten. So kann Menschen, die in Europa Schutz suchen, tatsächlich ein faires Asylverfahren gewährleistet werden.
Antragsteller*innen: Berivan Aymaz (KV Köln) Monika Düker (KV Düsseldorf), Jörg Frank (KV Köln), Kirsten Jahn (KV Köln), Stefan Engstfeld (KV Düsseldorf), Katja Dörner (KV Bonn), Marlis Bredehorst (KV Köln), Hans Schwanitz (KV Köln), Marc Kersten (KV Köln), Volker Beck (KV Köln), Stefan Wolters (KV Köln), Siegrid Beer (KV Paderborn), Ute Koczy (KV Lippe), Burkhard Pohl (KV Lippe), Terry Reintke (KV Gelsenkirchen), Felix Banaszak (KV Duisburg), Ditte Gurack (KV Bochum), Gönül Eglence (KV Essen), Johannes Rehborn (KV Dortmund), Brigitta von Bülow (KV Köln), Jutta Velte (KV Remscheid), Marion Heuser (KV Köln), Werner Hager (KV Rheinisch-Bergischer Kreis), Andrea Wörle (KV Duisburg), Pegah Edalatian (KV Düsseldorf), Max Lucks (KV Bochum), Daniel Bauer-Dahm (KV Köln), Max Derichsweiler (KV Köln), Frank Jablonski (KV Köln), Ernst Glier (KV Köln), Michael Kaiser (KV Köln), Mario Michalak (KV Köln), Deniz Ertin (KV Köln), Julia Woller (KV Köln), Susanne Kremer-Buttkereit (KV Köln), Svenja Rabenstein (KV Köln), Cornelia Schröder (KV Köln), Mona Neubaur (KV Düsseldorf), Sven Lehmann (KV Köln), Katja Trompeter (KV Köln), Nina Brutzer (KV Köln), Georg Sieglen (KV Köln), Judith Hasselmann (KV Köln), Jeyaratnam Caniceus (KV Viersen), Ralf Klemm (KV Köln), Anne Walberer (KV Köln), Alexandra Geese (KV Bonn), Katrin Feldmann (KV Aachen), Firat Yaksan (KV Köln), Roland Appel (KV Bonn), Antje Westhues (KV Bochum), Carolin Ramrath (KV Köln), Ingrid Tews (KV Mülheim), Christoph Stolzenberger (KV Heinsberg), Silvia Stolzenberger (KV Heinsberg), Sebastian Bartsch (KV Köln), Carlos Echegoyen (KV Bonn), Lüder Thienken (KV Köln), Peter Heiter (KV Köln), Stefan Peil (KV Köln), Sadi Kalkan-Gündüz (KV Köln), Andreas Franco (KV Köln), Hartmut Neubauer (KV Köln), Simon Rock (KV Siegen-Wittgenstein), Bettina Fuhg (KV Minden-Luebbecke), Günter Schlanstedt (KV Köln), Massoud Vahedi (KV Köln), Maik Babenhauserheide (KV Herford), Markus Wagener (KV Köln), Karsten Ludwig (KV Krefeld), Emmanuel Ndahayo (KV Düren), Dorothea Kolossa (KV Bochum), Gabriele Schmiegelt-Uzunömeroğlu (KV Bielefeld), Kevin Liebig (KV Köln), Andrea Gertrud Malorny (KV Köln)

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